Wirtschaft und Politik müssen lernen, sich ebenso zu erneuern wie die Natur nach einer Ökokatastrophe, fordern Experten in der gemeinsam mit der “Zeit” erstellten Arena Analyse 2012.
13.01.2012, Cornelia Mayrbäurl

Die Ruhe zum Jahreswechsel währte nur kurz. Selbst in der beschwingten Morgensendung Ö3-Wecker dominierten Krisennachrichten: »Ist der Euro noch zu retten, kommt 2012 die große Rezession?«, wurde Stefan Schulmeister, als eher unorthodox bekannter Ökonom des Wirtschaftsforschungsinstitutes gefragt. Aus Griechenland wurde gemeldet, die Regierung dränge Bevölkerung und Parlament dazu, weitere Sparmaßnahmen zu akzeptieren, sonst sei die Euro-Mitgliedschaft des Landes in Gefahr. Bereits am 2. Jänner hatte in Athen der erste Streik des Jahres eingesetzt – Ärzte behandelten nur Notfallpatienten, Apotheken blieben geschlossen. Hört das denn nie auf?

Nein, das hört nicht auf, zumindest nicht so schnell. Das ist das eindeutige Ergebnis der Arena Analyse 2012, einer qualitativen Befragung von Experten, die Politik, Wirtschaft oder Wissenschaft von innen kennen, aber ohne Rücksicht auf Ämter und Würden ihre Meinung äußern können. Die Politik wurstelt sich durch, die Konjunktur schleppt sich mehr schlecht als recht dahin, das Finanzsystem könnte jederzeit kippen. Dauerhafte Abhilfe ist nicht in Sicht. Angesichts dieser schleichenden Apokalypse bleibt nur …

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