Auch für Interessensvertreter gilt „more of the same“ wird nicht mehr funktionieren. Lobbying wird anders und anspruchsvoller. Durch das Wahlergebnis hat die Opposition an Bedeutung gewonnen und muss spätestens jetzt von den Lobbyisten stärker in die Arbeit einbezogen werden. Zudem gibt es im Parlament viele neue Akteure.

Bisher wurden Unternehmen und Vertreter der Zivilgesellschaft von den essentiellen Phasen der Verhandlungen weitgehend ausgeschlossen. Genau das könnte sich jetzt nach der Wahl ändern. Intransparentes Verhandeln stößt in der Politik zunehmend auf Ablehnung und die bisher von den Verhandlungen „Ausgeschlossenen“ (dazu zählt auch die Opposition) werden sich den Mangel an Partizipation nicht mehr gefallen lassen. Lobbying wird dadurch anspruchsvoller und lebendiger. Dies wird durch die vielen neuen Akteure im Parlament noch verstärkt. Interessensvertretung wird somit im zukünftigen Parlament an Bedeutung gewinnen.  Unternehmen können diese Veränderungen im Parlament als Chance für die Durchsetzung ihrer Interessen nutzen.

In einer Studie, durchgeführt von Peter Hajek und Kovar & Partners,  wurden die Zukunftsaussichten nach der Nationalratswahl 2013 untersucht. Die politische Analyse zeigt zwei mögliche Entwicklungen für die politische Zukunft von Österreich. Auf der einen Seite, weitere Verzögerungen bei wesentlichen Reformen durch Blockaden innerhalb der Bundesregierung. Zum anderen die Möglichkeiten für die Zivilgesellschaft und die Interessensvertretung in kommenden Reformverhandlungen eine größere Rolle zu spielen.

Die gesamte Studie zur Nationalratswahl 2013 mit den Ergebnissen der Wahl, einer Analyse der Kampagnen, sowie einer Erörterung der Auswirkungen können Sie hier herunterladen.

 

wa-nr-2013

 

Den Artikel zur politischen Analyse im Wirtschaftsblatt gibt es hier zum Nachlesen.