Konstruktive Politik - 
Arena Analyse 2019
In Kooperation mit DER STANDARD und DIE ZEIT

Das Zusammenspiel der Akteure durchläuft einen Wandel. Gleichzeitig wird auch das Verhältnis zwischen den Akteuren der Politik sowie den Bürgerinnen und Bürgern neue definiert. Zwei Trends stehen dabei im Mittelpunkt, die in der Arena Analyse 2019 – Konstruktive Politik identifiziert und näher analysiert wurden:

Zum einen besteht sowohl ein Bedürfnis nach konstruktiver Politik als auch einen Bedarf an konstruktiver Politik. Konstruktive Politik soll den Wettstreit der Ideen und die Konkurrenz zwischen den Parteien nicht ersetzen, aber ergänzen, sie ist nötig zur Lösung von Problemen, die langfristige, über Wahlzyklen hinausreichende Arbeit erfordern, weil sie komplex, international verflochten und von kontroverser Natur sind.

Der zweite große Trend betrifft die wachsende Forderung nach Partizipation. Bürgerinnen und Bürger wollen in der Politik stärker mitreden, und zwar schon bei der Ideenfindung, bei der Begutachtung von Vorschlägen, beim Ausarbeiten von Konzepten. Die Digitalisierung beschleunigt diesen Wunsch, denn sie hat eine Kultur der Interaktivität hervorgebracht. Zugleich liefert die Digitalisierung auch mögliche Lösungen für die stärke Einbindung der Citoyens: Neuartige Online-Tools machen Bürger*innenbeteiligung auch mit einer sehr große Zahl von Teilnehmenden möglich, und sie geben genug Raum, um dort differenziert und überlegt Positionen darlegen und diskutieren zu können.

Der laufende gesellschaftliche und technologische Wandel verändert derzeit die Rahmenbedingungen für alle, die sich in der Politik und in der Interessenvertretung engagieren. Politik und das Public Affairs Management sind damit von Veränderungen betroffen, die in den nächsten Jahren die politische Landschaft stark verändern werden, von denen derzeit öffentlich und medial aber erst die ersten Auswirkungen wahrzunehmen sind.
 

Genauso, wie wir uns und unsere Unternehmen mehr oder weniger stark auf die Globalisierung, die Wissensgesellschaft, die Digitalisierung und neue Produktionsverfahren und Werkstoffe einstellen, wird jeder von uns auf die neuen politischen Rahmenbedingungen reagieren müssen. Viele werden sie außerdem mitgestalten wollen. Jedenfalls wird man sein Stakeholder-Umfeld, seine politischen, gesellschaftlichen und rechtlichen Risiken und Möglichkeiten bewerten und Anpassungen diskutieren müssen. Als Entscheidungsgrundlage genau dafür führen wir Arena Analysen durch.