Ein privater Gesundheitsdienstleister ist damit konfrontiert, dass die Politik einen fix zugesagten Finanzierungsbeitrag für seine Leistungen nicht und nicht freigibt. Der versprochene achtstellige Betrag ist fix im Budget des Dienstleisters eingeplant – ohne ihn droht ein schmerzhaftes Defizit.

Nach einem Briefing durch den Gesundheitsdienstleister analysiert Kovar & Partners die Ausgangslage: Welche Punkte – gute Reputation in der Bevölkerung bzw. den Wahlberechtigten, Effizienz in seinen Leistungen – kann der Kunde gegenüber der Politik ins Treffen führen? Welche Vorwürfe oder gesundheitspolitischen Debatten möchten die handelnden Politiker vermeiden?

Darauf aufbauend rät Kovar & Partners, direkte Gespräche mit der Politik zu führen, gleichzeitig aber mit flankierenden Maßnahmen den Druck in Richtung Zahlung der versprochenen Gelder zu erhöhen. Diese sind

  • Einbindung dritter Personen, die von den zuständigen Politikern geschätzt werden, aber das Anliegen des Kunden teilen
  • die Studie eines angesehenen Gesundheitsökonomen, die die besondere Effizienz und Qualität des Dienstleisters nachweist
  • genau dosierte Medienarbeit wie eine Pressekonferenz, in der die hohe Reputation des Dienstleisters quer durch die ganze Bevölkerung kommuniziert wird, die zuvor in einer Meinungsumfrage festgestellt wurde.

Gleichzeitig verfolgt Kovar & Partners die gesundheitspolitische Diskussion und führt Hintergrundgespräche mit gut informierten Stakeholdern (Politiker aller Parteien, Sozialpartner…). In regelmäßigen Meetings mit dem Kunden wird der Fortschritt der Gespräche analysiert und werden gemeinsam die nächsten Schritte festgelegt. Dabei erstellt Kovar & Partners alle nötigen schriftlichen Unterlagen wie Positionspapiere oder Leitfäden für Gesprächstermine.

Die handelnden Politiker reagieren zunächst ausweichend und stellen verschiedene Lösungen in den Raum, die auf eine Verzögerungstaktik hinauslaufen. Vieles deutet darauf hin, dass der zugesagte Betrag offenbar bei der Budgeterstellung nicht entsprechend eingeplant worden ist.

Nachdem die flankierenden Maßnahmen, mit denen die Politik noch nicht frontal angegriffen wurde,  nicht das gewünschte Ergebnis bringen, rät Kovar & Partners, den Druck zu erhöhen: Mit seiner ausgezeichneten Reputation im Rücken kann der Dienstleister in den Gesprächen glaubhaft machen, dass die Politik im Fall einer medialen Diskussion über die Finanzzusage nur verlieren kann.

Das Ergebnis: Man einigt sich auf einen anderen Auszahlungsmodus, der den Interessen beider Seiten gerecht wird. Die „Handschlagqualität“, die vor Beginn des Disputs zwischen den Beteiligten herrschte, wurde zwar erschüttert. Das Ziel, für die regelmäßig wiederkehrenden Verhandlungen wenn irgendwie möglich eine gute Gesprächsbasis zu erhalten, wurde ebenfalls erreicht.

 

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